Entdeckung der alten und neuen Verwaltungsgebäude

Von Gründung an galten die Burg und die Stadt von Kőszeg als Zentrum der kleineren und größeren Umgebung.

11 állomás 1 km

Kőszeg diente als Residenz der Landgüter der Familie Németújvári. Die Handelswege liefen sowohl aus der Ferne als aus der unmittelbaren Umgebung in diesem Ort zusammen. Im 14. Jahrhundert wurde der Wein aus den Nachbardörfern hier gesammelt und von hier ins Ausland transportiert. Die Stadt diente im Bezirk als Zentrum für die untere Verwaltung und als Sitz für das Bezirksstuhlgericht. In der Umgebung wurden jahrhundertlang Soldatenheere mit grosser Anzahl stationiert, derer Kommando sich in der Stadt befand. Bis der Mitte des 19. Jahrhunderts war das Rathaus das Ort der städtischen Rechtsprechung, wo es auch ermöglicht war, in manchen Kriminalfällen das Urteil zu erfüllen. Durch die Trennung der Verwaltung und der Jurisdiktion bekam Kőszeg Bezirksgericht. Die höchste Prozessführung gehörte zum Feudalgerichthof des Transdanubischen Bezirkgerichtes, derer Geltungsberich sich auf 11 Komitate erstreckte.

Térkép



Látnivalók



1. Das Transdanubische Bezirksgericht, Rájnis Str. 5. GPS: 47.389633 / 16.539999

Seit 1808 funktionierte das Transdanubische Bezirksgericht in dem mittleren der drei nebeneinanderliegenden Häuser von Kristóf Gerhauser. mit dem Vorsitz von Dávid Chernel, später von Pál Matkovits mit erweiterter Anzahl von Schöffen. Der Enkel von Dávid Chernel, Kálmán Chernel war der Namensgeber der Nachbarstrasse, als der berühmte Historiker der Stadt. Sein Urenkel war István Chernel, der weltbekannte Ornithologe.

1816 folgte der Oberst der in der Stadt stationierten Reitertruppe dem Bezirksgericht als Besitzer. später kaufte das Komitat Vas das Gebäude zum Zweck eines Soldatenquartiers. Zurzeit gehörten 16 Zimmer, 4 Küchen, ein kleinerer und ein grösserer Keller und ein Stall für 10 Pferde zum Gebäude.

2. Der Landkreistag, Rájnis Str. 2. (Bencés rendház) GPS: 47.389596 / 16.540142

Das zum Gymnasium angeschlossene Gebäude war das grösste in der Innenstadt. Es wurde als Ordenshaus der Jesuiten nach den Entwürfen von Pietro Orsolini, dem italienischen Architekt aufgebaut. Es wurde nach der Auflösung des Jesuitenordens von den Piaristen, dann von den Benediktinern bewohnt Nach der Vertreibung der Benediktiner wurden in den Räumen Wohnungen eingerichtet, aber nach 1950 diente das Gebäude wieder als Sitz des Köszeger Landkreistages. Das Leben dieses Institutes wurde sehr gering KURZ, weil es 1954 aufgelöst wurde, sogar der Landkreis wurde abgeschafft, sein Gebiet wurde zum Kreis von Szombathely geschnallt.

1990 haben BEKAMEN??die Benediktiner das Eigentumsrecht zurückbekommen, aber das Nutzungsrecht überließen sie der Gesellschaft des Göttlichen Wortes.

3. Das Transdanubische Bezirksgericht, Rájnis Str. 6. (Rájnis Str. 6.) GPS: 47.389997 / 16.539551

Die ersten Amtszimmer des Transdanubischen Bezirksgerichts (gegründet 1724) waren in diesem Gebäude untergebracht. Dieses Amt traf Entscheidung in Prozessen über Eigentum, Erbschaften und anderen finanziellen Problemfällen der Adeligen. Das Bezirksgericht war zuständig für das ganze Transdanubien, insgesamt 11 Komitate. Die Beamten waren Adelige mit juristischer Ausbildung aus den näher liegenden Komitaten. Der Präsident und seine vier Gerichtsassessoren waren die Richter. Der Herrscher ernannte Mátyás Sajnovics, den Vizegespan des Bezirkes Győr zu dessen ersten Präsidenten. Bemerkenswert waren unter seinen Beamten Graf András Hadik, der spätere Feldmarschall und Graf Jakab Szvetics königlicher Stellvertreter. Bis 1750 mieteten die Familien Lauterpacht und Berthoni die Räume und Hallen, die dem Eigentümer ein gutes Einkommen sicherte.

4. Jurisics Burg, Rájnis Str. 9. GPS: 47.389670 / 16.538719

Vom Anfang an war die Burg das jeweilige Verwaltungszentrum der Kőszeger Gutswirtschaft. Während der Zeit der Familie Kőszegi und Németújvári funkzionierte sie als Sitz des Landherren. Mit der Veränderung in der Person des Burgeigentümers zusammen bekamen die Dörfer einen neuen Grundherrn. Die Familie Garay, Széchy und Esterházy herrschten hier aus königlichen Willen. Miklós Jurisics, der Pfandbesitzer, erhielt die Burg als vererblicher Besitz im Jahre 1533 zusammen mit dem Barontitel.

In den Gebäuden wurden Getreidespeicher, Weinkeller und Scheunen für die dörflichen Naturalien gebaut. Zur Versorgung der Gutwirtschaft wurden innerhalb der Burg Ställe, Brauerei, Kneipe, Schmiede- und Wagnerwerkstätte errichtet. Für das Personal wurden auch Mietwohnungen eingerichtet. Hier wohnten der Vogt, der Meier, die Mitglieder der Wache (ungarisch ‚hajdú‘, Heiducken), der Wagner, die Diener, aber sogar der Schornsteinfeger.

5. Bezirksamt – Stuhlrichteramt, Chernel Straße 12. GPS: 47.388417 / 16.539742

Am Anfang des 18. Jahrhunderts besaß die Familie Nádasdy zwei kleine Gebäude, die die Famile Sigray vereinte und dreistöckig, zum größten und höchsten Schloss in Köszeg umbauen liess.

Zwischen 1816 und 1821 wurden hier Räume vom Transdanubischen Bezirksgericht gemietet. Am Längsten blieben hier die Büros des Kőszeger Kreisgerichtes. Von den 1870-ern Jahren wurden die Räume der zweiten Etage völlig, auf dem ersten Etage teilweise von der Gerichtsverwaltung und vom Katasteramt benutzt. Zwischen den beiden Weltkriegen arbeitete auch der Stuhlrichter des Landkreises hier.

Im Jahre 1887 eröffnete Géza Csorba, der Schwiegersohn von Mihály Táncsics, eine Anwaltskanzlei hier. Er war früher der Redakteur der „Népszava” und gab während seiner Kőszeger Aufenthalt die Zeitung „Kőszeg und ihrer Umgebung” heraus.

6. Das Transdanubische Bezirksgericht, Chernel K. Str. 3. GPS: 47.389063 / 16.539513

Seit 1821 hielt das Transdanubische Bezirksgericht die Sitzungen in diesem Gebäude.

Ignác Hazatius, der Stuhlrichter in Rohonc, besaß später das Haus, das aus 15 Zimmern, aus 3 Küchen und aus einem Stall für 6 Pferde bestand. 1826 wurde die Gerichtsmiete gekündigt, weil der Besitzer den Mietspreis in der wertbeständigen Währung gefordert hat.

Nennenswerter Bewohner des Gebäudes war Ignác Hazatius, der mit Hilfe seiner Buchdruckerei die Protestanten des grössten Teiles des Landes mit religiösen Büchern versorgte. Zu den Besitzern gehörte das Unternehmen „Bogdányer Erste Österreichisch-ungarische Konservfabrik Rohonc“, die der gemeinsamen Armee Einbrennsuppenpulver hergestellten. Von 1921 bis 1931 wohnte hier Graf Tamás Erdődy, der Flügeladjutant von Karl IV.

7. Büro des Oberbürgermeisters - Stadthaus - das Rathaus, Jurisics Platz 8. GPS: 47.388831 / 16.540790

Alleinstehend in Ungarn berieten sich und urteilten die städtischen Magistrate von dem 14.-15. Jahrhundert kontinuierlich in diesem Gebäude. Sie sprachen Rat über die lokale Bevölkerung, wonach die Verurteilten ihre Strafe in den Kerkern im Erdgeschoss ausfüllten. Neben den Gerichtsverfahren wurde das Leben der Gemeinschaft von hier regiert. Bis 1848 wurde ein Teil des Weines der Stadt Kőszeg im Keller aufbewahrt, der am gleichen Ort in der Kneipe der Stadt den Bürgern verkauft wurde. Hier wohnten die städtischen Angestellten, sogar bekamen eine Schmiedewerkstatt und Schlächterei darin Platz für eine Weile. Ab 1950 wurde es städtisches Rat genannt und seit 1990 funktioniert es wieder als Bürgermeisteramt.

Das Gebäude erhielt seine heutige Form um 1820. Die Wandgemälden der Fassade stammen aus dem Jahre 1712, einige wurden im Jahr 1884 erneuert, beziehungsweise 1943-1944 an den leeren Flächen ergänzt.

8. Generalhaus, Jurisics Platz 4. GPS: 47.388689 / 16.540940

Das Generalhaus diente ab 1719 als Zentrum der lokalen Militärverwaltung. Die Stadt kaufte es von Graf Tamás Nádasdy für „Quartierhaus”. Es diente als Residenz des Befehlhabers, Generals der hier stationierten Militär. Das Gebäude war zugleich die Residenz des Kommandos des um die Stadt liegenden Regimentes.. 1945 erlitt das Gebäude große Schäden durch Brandstiftung, aber es wurde danach schnell renoviert. Im Jahre 1977, während der denkmalgerechten Renovierung fand man den Mördergang an der Innenseite der Stadtmauern. Zur gleicher Zeit wurden die Büros des Stadtmuseums, die Restauratorwerkstatt und eine Ausstellung über die Handwerke in den Saalen des Gebäudes eingerichtet.

9. Das Stuhlrichteramt, Jurisics Platz 6. GPS: 47.388634 / 16.540634

Den Nordflügel des Generalhauses stellte die Stadt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts dem Komitat zur Verfügung. Hier war das Zentrum des Kőszeger Landkreises, das hiesige Stuhlrichteramt des Komitats jahrzehntelang tätig, Unter anderen arbeiteten hier Péter Babos, Elek Szabó, Miklós Somogyi, als prominente Mitglieder der Verwaltung. Es gab aber auch Einige, die wegen Korruption verurteilt wurden. Während der denkmalgerechte Renovierung wurde 1977 die Loggia mit Doppelbogen aus dem 17. Jahrhundert entdeckt. Dank der Freilegung kann sie heute besichtigt werden. Im selben Jahr wurde die angrenzende Etage des Rathauses mit einem Durchgang mit den Büros verbunden, damit die Kunden sie direkt erreichen konnten.

10. Táblaház‘ – Das Gerichtshaus, Schneller Str.3. GPS: 47.390149 / 16.540795

Das Gerichtsshaus ist der Grundfläche nach das größte Gebäude der Stadt. Es kann auch als Hauptquartier der Verwaltung und Prozessführung betrachtet werden. Das Transdanubische Bezirksamt arbeitete hier dreimal. Zum ersten Mal waren 1790 bis 1808 Graf Jakab Sigray und Lajos Széchenyi, der Bruder des „Größten Ungaren” István Shéchenyi, als Schöffen tätig. Die Stadtregierung kaufte das Haus im Jahre 1826 für 14.000 Forint. Nach einer kleineren Erneuerung vermietete sie es für einen ermässigten Preis dem Bezirksgericht 1826 bis zur dessen ersten Auflösung (1850) und danach während dessen Wiederherstellung von 1861 bis 1869. Während des Neoabsolutismus benutzte das Kőszeger Bezirksgericht das Gebäude. Bis Anfang der 1880er Jahre wurde es wieder für die Prozesse des Kőszeger Bezirksgerichtes genutzt. Danach wurde es zu Mietwohnungen umgebaut, für eine kürzere Zeit war aber auch die verstaatlichte Polizei hier untergebracht.

11. Das Transdanubische Bezirksgericht, Zrínyi M. u. 8. GPS: 47.391222 / 16.539001

Nach dem Umzug aus dem Haus Berthoni (Rájnis Str. 6) verliess das Bezirksgericht ein einziges Mal die Innenstadt von Kőszeg. Das Institut von grosser Bedeutung verbrachte 37 Jahre in der ‚Sziget‘ – Insel genannten Aussenstadt, in der ‚Tyúk utca‘, d.h. Hühnergasse. Die Besitzer des Gebäudes waren Franz Groszmann und dann der Anwalt des Bezirksgerichts, István Horváth.

Die Präsidente des Gerichts waren Baron Károly Sigray, der eine bedeutende Beamtenkarriere hatte und den Grafentitel von Maria Theresia erhielt, beziehungsweise Antal Adelffy, einer der Namensgeber des Kelcz-Adelffy Waisenhauses, der dessen Arbeit mit erheblichen finanziellen Beiträgen half. Graf Ferenc Széchenyi, der Begründer des Ungarischen Nationalmuseums, vermehrte hier sein juristisches Wissen sieben Jahre lang als ehrenamtlicher Schöffe.

Fordítás (angol nyelvre): Keresztes Nóra, Angol nyelvi lektorálás: Eliza Plous
Fordítás (német nyelvre):

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