Häuser mit Geschichten in Kőszeg

Gebäude und Geschichten

10 állomás 0.7 km

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Térkép



Látnivalók



1. Táblaház Str. 1. GPS: 47.389903 / 16.539852

Der Umbau und Erweiterung des Müller - Hauses fanden im 17-18. Jahrhundert statt. An der Fassade befinden sich Änderungen aus den 1800ern Jahren. Unter den Besitzern finden wir Handwerker, wie den Glaser,György Krobath, oder den Schuster, Kristóf Szaur;, den Kaufman, Antal Donászi,, und ungarische Adlige, Farkas Niczky, deutsche und ungarische Aristokraten, Baron Andrássy und Graf Cronegg. Am längsten, zirka 50 Jahre lang besassen der Chirurg János Müller und seine Nachkommen das Haus. In der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts funktionierte hier,die Mädchenschule von Terezia Csepecz.

2. Schneller Str. 2. GPS: 47.390442 / 16.540664

Das Gebäudekomplex des Ballhauses basiert sich auf den Fundamenten von mindestens zwei aus dem16-17. Jahrhundert stammenden Häusern und der Stadtmauer. 1792 beendete der komplette Ausbau im Barockstil. Mit größeren Investitionen wurde es später in Tanz- und Theaterräume und in Restaurant umgewandelt. Jahrzehntelang wurden hier Musik-, Theater, und Kinoaufführungen gehalten. Der (bemerkenswerteste) berühmteste Artist, der hier gespielt hat, war der junge Franz Liszt, der 1846 auf einer Konzertturnee die Stadt besuchte.

Zum Haus gehören noch die Reste des hufeisenförmigen Lombai-Turmes, der im Jahre1546 als Teil der ehemaligen Stadtmauer vom Architekten Anton Woler errichtet wurde.

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Im Jahre 1792 beschloss der Müllermeister Antal Haffenscherer, für die Einwohner der Stadt Kőszeg, die sich nach Vergnügen sehnen, ein größeres Ballhaus bauen zu lassen. So wurden die entsprechenden Rechte der bisherigen Ballveranstalterin, der Witwen des Turmbaumeisters entrissen. Er ging mit großer Hoffnung ans Werk, ging aber in wenigen Jahrzehnten Bankrott. Das Gebäude blieb bis Anfang der 1850er Jahre unter Stadtsaufsicht, dann wurde es erneut privatisiert. In den 1930er Jahren wandelte die Kőszeger Sparkasse den Ort zu einem modernen Unterhaltungszentrum um. Dies wurde Anfang 1940 zunächst von den Pfeilkreuzlern (die Nationalsozialistenbewegung Ungarns) und danach von den Kommunisten für Parteiinteressen monopolisiert. Nachher konnten dort ein paar Jahrzehnte lang wieder Kulturtätigkeit und Verpflegungsbetrieb getrieben werden. Trotz seiner turbulenten Geschichte spielte das Gebäude eine sehr wichtige Rolle im kulturellen Leben der Stadt. Neben den Bällen wurden hier sowohl ungarisch- als auch deutschsprachige Theaterstücke aufgeführt. Mitglieder des Hangász (deutsch „Stimmverband“) Verein aus Kőszeg stellten hier ihr Können unter Beweis. Im Jahre 1846 gab hier Franz Liszt ein Konzert, wobei er zum Ehrenbürger der Stadt ernannt wurde. In den 1910er Jahren fand hier das Kino der Stadt ein festes Zuhause, und blieb bis Ende der 90er Jahren, als es seine Karriere endgültig beendete.

3. Kelcz Adelffy-Str. 13. GPS: 47.389064 / 16.542105

Das Gebäude der ehemaligen evangelischen Volksschule und des Gymnasiums stammt aus dem Spätmittelalter. 1653 wurde es mit den umgerissenen Teilen der St. Jakob Kirche erweitert. Am Anfang des 19. Jahrhunderts wurde es im Spätbarockstil umgewandelt. Im Jahre 1673 wurde es den Katholiken gegeben, bis 1842 funktionierte es als Grundschule dieser Konfession. 1798 wurde hier die Zeichnenschule der Stadt untergebracht. Das "privatisierte" Gebäude kaufte Joseph Klug, der Organist und Orgelbauer. Aus den Klassenzimmern und Lehrerwohnzimmern wurden Wohnungen gestaltet.

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Das genaue Gründungsdatum der ersten Schule in Kőszeg ist unbekannt, im 17. Jahrhundert gab es sicher schon eine. Das Gebäude wurde 1653 fertig gestellt. Es gab zwei Schulmeister, von denen der eine auf Ungarisch, der andere auf Deutsch unterrichtete. Bis 1673 benutzte es die Evangelische Kirche, die hier auch ein Gymnasium hatte. als folge der Reformen von Maria TheresIa wurde die Schulpflicht für alle Kinder zwischen 6 und 12 Jahren eingeführt. Zur Zeit lief der Unterricht nicht mehr auf Latein, sondern in eigener Sprache. Auf Grund des neuen Systems gab es drei Klassen für die Jungen, mit den Mädchen hat sich ein Lehrer beschäftigt. Die Bewohner des Kelcz-Adelffy-Waisenhauses wurden auch hier unterrichtet, daher wurde das Gehalt eines Lehrers von der Stiftung übernommen. Die Lehrer erhielten auch hier eine Wohnung, aber als das Gebäude sich als zu klein erwies, wurde ein anderes und größeres aufgebaut.. 1842 wurde DAS Gebäude von der Stadt verkauft und seither funktioniert es als Wohnhaus.

4. Jurisics M. Platz 3. GPS: 47.388937 / 16.541240

An der Fassade des im 17. Jh. gebauten mehrstöckigen Barockgebäudes wurden kleinere Änderungen im 19. Jhr. durchgeführt. Das Haus ist als zweites Palocsay-Haus bekannt, weil es mit dem Eckhaus lange Zeit im Besitz dieser Familie war. Vom Senator Samuel Újváry kaufte es János Palocsay, dessen Nachkommen es bis 1899 besaßen. Sie waren wichtige Personen der Stadtführung, unter ihnen waren Senatoren und Stadtrichter. Viele von ihnen waren Juristen bei dem Transdanubischen Bezirksgericht.

5. Jurisics M. Platz 7. GPS: 47.389109 / 16.541129

Das Sgraffito-Haus stammt aus der Zeit der Renaissance. Gegen 1560 wurde es mehrstöckig umgebaut, dann bekam es seine charakteristischenVerzierungen. Im 18-19. Jahrhundert wurde es mit einem Hofflügel erweitert, die Fassade wurde im Barockstil umgebaut/umgeformt. Auf dem Deckenfresko des oberen Raumes ist die biblische Geschichte über das Festmahl des armen Lazar und des reichen Mannes zu sehen. Die Besitzer des Hauses waren der Richter Salamon und zwei Chirurgenfamilie, Haász und Baumann.

Im Laufe der Jahrhunderte bewahrte es sein heutiges Aussehen, Géza Ottlik konnte es in den 1920ern Jahren genauso sehen. Er wählte die auch an der Fassade lesbaren Zitate aus dem Neuen Testament als Titel der einzelnen Kapitel seines weltweit bekannten Buches „Schule an der Grenze“.

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Für viele Besucher ist das Sgraffitohaus (Jurisics tér 7.) in Kőszeg das Haus mit dem schönsten "Gesicht“. Die Dekorationsart "sgraffito" stammt aus Italien und wurde in Kőszeg vielerorts verwendet, was die Annahme einer frühen Beziehung zwischen Kőszeg und italienischen Meistern untermauert. (Das italienische Wort "sgraffito" bedeutet "kratzen" und deutet damit auf das wesentliche dieser Dekorationstechnik hin: Mehrere Putzschichten verschiedener Farben werden auf die Wand gebracht, wobei die oberste am hellsten ist. Diese Schicht wird dann nach dem gewünschten Muster entfernt [abgekratzt] und die untere farbige Schicht kommt als Fassadendekor zum Vorschein). Das Hauptmotiv der Verzierung stellt eine Vase mit einem riesigen Blumenstrauß auf einer Balkonbalustrade dar. In einer Wandnische am geschwungenen Giebel des Gebäudes steht eine barocke Marienstatue. Die Aufschrift auf dem Hauptgesims unterhalb davon stammt aus dem Römerbrief des Hl. Paulus und lautet übersetzt: "So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen – 1668." Dieses Zitat geht auf die Ermahnungen des Fürsten György Rákóczi I. zurück, die er auch an seinen Sohn geschrieben und mit diesem Satz beendet hat.

6. Jurisics M. Platz 14. GPS: 47.389283 / 16.540340

DasAmbrózy-Haus wurde aus einem mittelalterlichen Haus am Ende des 16. Jahrhunderts im Renaissancestil umgebaut und im 18. Jahrhundert barockisiert. Die Sgraffito-Verzierung an der Hofffassade stammte aus den 1570-ern Jahren. Die Kuriosität des Hauses ist die Sonnenuhr. In den 18-19. Jahrhunderten gehörte das Haus zur Familie Ambrózy und seinen Nachfolgern, den Familien Mecséry, Takács, Berzsenyi und Török.

Zwischen 1705 und 1708 wohnte Imre Bezerédy in diesem Haus, der Brigadegeneral „der Kurucen“, als er sich in der Stadt aufhielt. Er wurde hier 1708 mit Verratsanklage gefangen, und nach dem Urteil des Kriegsgerichts in Sárospatak am 18. Dezember hingerichtet.

7. Rajnis J. Str. 1. GPS: 47.389409 / 16.540206

Das Fekete- oder Dugonics-Haus wurde im 16-17. Jahrhundert mehrstöckig und im Spätrenaissance-Stil umgebaut, seine heutige Form erhielt es im 18. Jahrhundert. Im Obergeschoß sind spätbarocke Wandmalereien und Stuckverzierungen zu sehen. In den 1600ern Jahren funktionierte hier die evangelische Schule, dann verwendete die ungarische Gemeinschaft das Gebäude. Hier wohnte István Fekete, der Superintendent, spätere katholische Stadtrichter. Vom 18. Jahrhundert. gehörte es zu den Familien Dugonics, Szelestey und Szluha. Im Jahre 1871 erbte die katholische Pfarre von Köszeg das Haus. 1985, nach der Rekonstruktion des Gebäudes wurde Hochzeitsraum im Obergeschoss ausgestattet.

8. Chernel K. Str. 2. GPS: 47.389142 / 16.539630

Das mittelalterliche Torkos - Haus wurde im 18. Jahrhundert im Barockstil umgebaut. Das von draußen bescheidene Haus hatte interessante Besitzer. Am Ende des 17.Jahrhunderts gehörte es zur Familie Hosszútóthy, dem alten, pannonischen Adelsgeschlecht. Im 18.Jh. steuerten Handwerker danach. 1806 war es im Besitz von der Adelfamilie Fodor, und zuletzt erbte es Erzsébet Fodor, die Witwe von Joseph Theumer, dem pensionierten Dragonergeneralmajor. Lajos Turcsányi, der evangelischer Pfarrer folgte ihr mit seiner Familie, der für die Ungarisierung von Kőszeg viel tat. Hier ist der Dichter, László Torkos geboren, der im Alter von 100 Jahren Ehrenbürger der Stadt gewählt wurde. Danach gehörte das Haus zum Ritter Generalleutnant, Rudolf Brehm, von dem die Familie Chernel es kaufte. Von 1893 bis 1918 war es im Besitz der große Archäologe, Baron Kálmán Miske, der Ehemann von Charlotte Chernel.

9. Chernel K. Str. 10. GPS: 47.388838 / 16.539380

Auf dem Platz des Chernel oder Festetics Palastes standen zwei kleinere Häuser am Anfang des 18. Jahrhunderts, die zur Graffamilie Nadasdy gehörten. Diese Häuser wurden von József Kelcz, dem Anwalt des Transdanubischen Bezirksgerichtes, später dem Ratherr der königlichen Kanzlei, vereinigt. 1766 wurde es im Barockstil umgebaut. Im Jahre 1802 kaufte es Graf Imre Festetics, der den Wehrdienst wegen seiner schweren Wunden aufgab. Heute wird er als Vater der Genetik betrachtet. Durch Ehe kam das Haus in die Hände der Familie Chernel, die es bis zur Verstaatlichung besaß. István Chernel beendete seinen wissenschaftlichen Laufbahn als Vorsitzender des Ungarischen Ornithologischen Institutes.

10. Chernel K. Str. 11.

An dem Oberer-Haus, das im 17-18. Jahrhundert im Barockstil umgebaut war, wurden in den 1820ern Jahren neoklassische Änderungen vorgenommen. Das auf der Stadtmauer gestützte, mit dem Generalhaus benachbarte Gebäude wurde im 18.Jh. von der Familie Oberer bewohnt, deren berühmtes Mitglied der Maler, János Oberer war. Nach einer alten Patrizierfamilie aus Kőszeg folgten ihr Aristokraten: Graf János Paar und Oberstleutnant Baron Ferenc Abele. Im Jahre 1884 kaufte der Anwalt, József Markovits das Haus, der seinen Namen als Vorsitzender des Touristvereins in Kőszeg mit der Entwicklung des örtlichen Fremdenverkehrs bekanntgemacht hatte. Zwischen den Weltkriegen wohnte hier der Direktor des Mädchengymnasiums, István Arató, der als erster in Ungarn die Methode eingeführt hatte, den Unterricht in Fachräumen zu gestalten.

Fordítás (angol nyelvre): Keresztes Nóra, Angol nyelvi lektorálás: Eliza Plous
Fordítás (német nyelvre):

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